Spezialwissen zu  HWA RANG  HYONG von Hans Jürgen Sobota

für

Taekwondo Sportgemeinschaft Schwerte e.V.

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8. Hyong :  HWA - RANG

Diese Hyong wurde nach elitären Jugendorden benannt, die in der Shylla-Dynastie gegründet worden sein sollen. Diese Gruppen sollen später zur treibenden Kraft bei den Bemühungen um die gewaltsame Vereinigung der drei koreanischen Königreiche geworden sein. In diesen Jugendorden ~ Jungmännerbünden soll später der Führungsnachwuchs des Silla Staates ausgebildet worden sein.

Sie werden bemerken, wie oft ich das Wort „soll“ verwende.

Hwa Rang hat 29 Bewegungen

 

Kommentar:

Das folgende ist zum Teil von Historikern umstritten.

Hwa Rang = Blumenritter oder Blumenjugend.

Ihre Anfänge werden schriftlich das erstemal im 16. Jahrhundert erwähnt.

Danach bestimmte König Chinhung-Wang (540-576) zwei reizende Mädchen zu Führerinnen (Won Hwa) zweier ausgesuchter Gruppen von je etwa 300 schöner Tanzmädchen~Schamaninen.

Die beiden Führerinnen  waren eifersüchtig aufeinander, gerieten in Streit, die eine machte die andere betrunken und ertränkte sie im Fluß.

Deshalb wurden sie ersetzt durch Führer (Hwa Rang).

Es bildeten sich dann Jungmännerbünde. Ihre Mitglieder waren  junge Männer  aus adeligen Familien, 15 bis 16 Jahre alt, nach Frauenart geschminkt, die nach ihrer Schönheit ausgesucht wurden. Die Mitglieder der Hwa-Rang, bildeten sich in der Tanzkunst, der Magie, der Musik und zogen in die Berge um mit Göttern und Geistern zu kommunizieren und sie übten sich in kriegerischen Künsten.

Diese eleganten nach Frauenart  geschminkten und gekleideten Jünglinge waren im Ernstfall gefürchtete Krieger.

Alle großen Staatsmänner und Generäle Sillas sollen in ihrer Jugendzeit Hwa Rang gewesen sein.

 

Unter der Regierung von König Chinpyong (579-632) wurde Ihr  Ehrenkodex von dem buddhistischen Mönch Won Kwang formuliert.

Er trug den Ehrentitel „Popsa“ = Lehrer des Rechts, und war ein Zeitgenosse von Won-Hyo, siehe vierte Hyong. 

Won Kwang stellte die fünf  folgenden Regeln als Grundlage der nationalen Ethik auf .

Sie bildeten die Grundlage des  Ehrenkodex der Hwa-Rang  (Hwa-Rang-Do= der Weg des Ritters). 

 

Dem Fürsten treu dienen durch Loyalität

Den Eltern dienen durch Kindespflicht

Seinen Freunden treu sein

Im Kampf nicht zurückzuweichen

Kein Lebewesen willkürlich (wahllos) zu töten.

 

Die ersten vier Regeln repräsentieren konfuzianisches Gedankengut, nur im  letzten Gebot  ist  buddhistisches Gedankengut enthalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sirrum   Koreanischer Ringkampf

 

Gemälde von: Kim Hong Do

( 1745 - ? )

 

? = Todesjahr nicht bekannt

 

SWH08      4.95 Stand 2.2002     1 Seite    Seite 1

von Hans Jürgen Sobota

für

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