Grundlagenwissen TAEKWON-DO Schrift Nr. 22  

für

Taekwondo Sportgemeinschaft Schwerte e.V.

von Hans Jürgen Sobota   Stand 1.2002   3 Seiten

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Meditation im Dojang (Turnhalle)

 

 

Zu dieser Schrift gehört das Wissen aus meiner Schrift: GW11 Kihab (Schrei) Atemtechnik.

 

Damit es keine Mißverständnisse gibt, ich bin kein Fachmann für östliche asiatische Meditation oder das westliche in Europa entwickelte „Autogene Training“.

Meditation bedeutet übrigens laut Duden:  Nachdenken, sinnende Betrachtung, religiöse Versenkung.

Natürlich gibt es noch weit mehr Deutungen.

Ist mir meist alles zu hoch, nicht mein Ding.

Konzentration, keine Konzentration, richtiges Atmen, falsches Atmen! ?

Ich sage grundsätzlich:

Unangestrengte Konzentration und der Situation angemessenes Atmen.

 

Bei unserer Meditation geht es um einen schönen harmonisierenden Abschluß der Übungsstunden.

Im dunklen Halbjahr jede Woche, im hellen Halbjahr mindestens ein-, zweimal im Monat.

Etwa acht Minuten für unser SELBST und doch gemeinsam.

Harmonie bedeutet Zusammenklingen.

 

Sitzposition:

Wir sitzen im Kreis im Schneidersitz, etwas erhöht je nach Körpergröße auf Handschlagpolstern. Rücken und Kopf sind gerade.

Lotussitz oder halber Lotussitz werden nicht gefordert.

 

Handhaltungen:

Siehe Bilder und Deutungen auf den folgenden Seiten.

 

Augen:

Auf oder zu nach Belieben. Die Halle ist dunkel.

In der Mitte des Kreises brennt in einem Glasgefäß eine schwach duftenden Kerze.

So haben geöffnete Augen einen Fixaktionspunkt.

 

Atmung:

Wer mag singt bei uns während der Meditation Mantras vom CD-Player mit und schon haben wir Zwerchfellatmung. Und auch noch alle im gleichen Rhythmus.

Wie beim Formenlaufen.

Eine Auswahl schöner Mantras finden Sie am Ende dieser Lehrschrift.

Die Bedeutung der Texte erkläre ich selbstverständlich den Taekwondoin.

 

Ende:

Mit Ende der Übung reiben wir uns mit geschlossenen Augen die Ohrläppchen und dann die Ohrmuscheln von unten nach oben (massieren das Baby im Ohr) und öffnen die Augen ganz langsam wenn die Hallenbeleuchtung wieder eingeschaltet ist.

 

Möglicher Ausklang:

Des öfteren hat jemand Schönes gesehen und erzählt, wenn er mag, das dann nach der Übung.

Zum Schluß muß noch die schwere Entscheidung getroffen werden wer die Kerze ausblasen darf.

 

Erfahrungen:

Diese Art des Übungsstundenabschlusses erfreut sich bei uns großer Beliebtheit und wird regelrecht eingefordert. Es folgen Bilder vier schöner Meditationshandhaltungen.

 

Die ersten drei hier abgebildeten Meditationshaltungen lernte ich 1995 aus einem Buch von Ko. Myong. Ich habe sie ausprobiert, gefühlt, hinterfragt, für mich gedeutet und beibehalten.

Wenn die Taekwondoin einzeln im Kreis sitzen sucht sich jeder eine der drei ersten abgebildeten Handhaltungen nach Belieben und Befinden aus.

 

Die vierte Übung (Der Ausgleich) machen alle gemeinsam.

Eine förderliche Übung für Zappelkinder.

Sie hat sich irgendwann ergeben, mir und den Taekwondoin war danach.

Sie ist bei den Kindern und Jugendlichen die beliebteste von allen.

Ob sie gemacht wird, wird per Abstimmung entschieden.

Bei knapper Mehrheit werden beim nächsten Mal die ersten drei Handhaltungen genommen.

 

Es ist eine Tor-Übung. (Für Thore, Tore, Toren wie mich hi, hi)

 

 

Sascha Uwe 10 Jahre

 

Meisterung des Körpers

(Cho Sin)

 

Hinweis:

Der Daumen der rechten Hand steckt im Kreis aus Daumen und Zeigefinger der linken Hand.

Bei mir persönlich sind die Hände zur Erfahrung der Polarität etwas weiter als bei Sascha  ineinander geschoben.

So sind sich die Großen Eliminatoren oder Drachenpunkte oder Tigerrachen näher.

 

Meine Deutung:

Der Fingerkreis der linken Hand für den weiblichen Anteil.

Der Daumen der rechten Hand für den männlichen Anteil.

 

 

 

Ida 8 Jahre

 

 

 

Meisterung der Lebenskraft

(Cho Shik)

 

Meine Deutung:

Irgendwo las ich einmal, daß die Druckpunkte auf den Daumenkappen für Stärkung und Entwicklung von Ich und Selbstbewußtsein stehen.

 

Das deckt sich mit meiner Ansicht:

 

Bevor Du Dein Selbst suchst,

finde erst mal Dein Ich

 

Naemi 12 Jahre

Meisterung von Herz und Geist

(Cho Shim)

 

Meine Deutung:

Eine wunderschöne Haltung bei der Ki über die großen Energieöffnungen in den Handinnenflächen fließt.

Es kann ein wahres Gefühlsfeuerwerk geben.

 

Naemi, Sascha Uwe, Ida, Martin.

 

Alle sind Ein - Ein sind Alle

(Der Ausgleich)

 

Meine Deutung:

Eine direkte Verbindung aller im Kreis. Das gefühlte Yang fließt im Kreis, von oben gesehen, links herum. Das Um (Yin) fließt gleichzeitig rechts herum. Wer viel Ki hat gibt, wer wenig Ki hat bekommt. Für beide von Vorteil. Ich selbst kann Gefühlsnachrichten an alle oder einzelne schicken.

Nach so einer Abschlußmeditation gehen manche singend vor Wohlgefühl nach Hause.

Übrigens eine gute Übung für Zappelkinder.

 

Wichtiger Hinweis:

Danach energetische Verbindung trennen.

Alle Taekwondoin dreimal die Hände ausschütteln und dann noch die Energieverbindungen an den Fingerspitzen trennen (Abschneidebewegung).

rechte Handfläche unten,

linke Handfläche oben.

Ida 8 Jahre

 

Sitzpositionen:

Ida ist etwa 1,20 cm groß.

Sie sitzt hier, nur zur Demonstration, auf zwei Polstern etwa

12 cm hoch.

Das heißt, sie muß im Übermaß das Gleichgewicht halten. Besser wäre also nur ein Polster.

Dann ist es leichter Rücken und Kopf in jeder Achse gerade zu halten.

 

Faustregel:

Bis etwa 1,50 Körpergröße ein Polster ca. 6 cm

Ab 1,50 cm Körpergröße zwei Polster.

Wichtiger ist, daß sich der Taekwondoin wohlfühlt und gerade sitzen kann.

 

 

Mantra Empfehlungen:

Alle von  Bruce Werber & Claudia Fried (Adresse unter GW12 Literaturhinweise)

 

Aus Mantras der Welt I:

Jüdisch; Heja (he lay hey lay lay lay)

Amerikanisch; Gospel (Hold on people praying to our lord)

Islamisch; Allah Hu Akbar; (Sehr beliebt bei uns, obwohl keine Muslime)

 

Aus Mantras der Welt II:

Haje; der Schamane bittet um Regen. (Sehr beliebt bei uns)

Amadije; Gesang der Frauen zur Erntzeit (Sehr beliebt bei uns)

Halleluja; Einfach nur Halleluja (Sehr beliebt bei uns)

 

Buch-Empfehlung:

Die ersten drei oben abgebildeten Meditationshaltungen lernte ich 1995 durch das sehr empfehlenswerte Buch: „Bewegung für das Leben“ von Hapkidolehrer Ko. Myong kennen

(siehe auch unter GW12 Literaturhinweise).

 

Grundlagenwissen TAEKWON-DO Schrift Nr. 22  

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Taekwondo Sportgemeinschaft Schwerte e.V.

von Hans Jürgen Sobota   Stand 1.2002   3 Seiten

 

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